Jugendwaldheim Urft


Wir freuten uns alle total auf unsere Klassenfahrt. Viele von uns waren aufgeregt, weil sie nicht wussten, was sie in Urft erwartet.

In Urft lag Schnee und es war sehr glatt. Schon rutschten die ersten Kinder aus und fielen hin.

Frau Wergen-Brehm begrüßte uns und sagte, was wir zu tun haben: Koffer in die Flure bringen, Schuhe ausziehen und in den Schuhkeller bringen, Hausschuhe anziehen, Bettzeug holen und Betten beziehen.

Es gibt soooo viele Möglichkeiten ein Bett zu beziehen. Einige Kinder waren ganz schnell fertig.

Bei anderen dauerte es etwas länger.

Um 11.30 Uhr trafen wir uns mit Elmar im Werkraum. Er begrüßte uns und erzählte, was für die nächsten Tage so alles geplant ist.

Um 12.30 Uhr stand das Mittagessen auf dem Tisch: Nudeln mit Käse überbacken. Das sah lecker aus und schmeckte sehr gut.

Nach jeder Mahlzeit hatte eine andere Gruppe Küchendienst.

Elmar war so cool! Gleich am ersten Tag erlaubte er uns mit dem Schlitten zu fahren.

Unser Rodelberg war sehr steil,
aber es machte viel Spaß, da runter zu rutschen.

Rodeln macht hungrig.

Nach dem Abendessen brachte uns Frau Walter bei, wie ein Notruf richtig abgesetzt wird. Außerdem übten wir mit ihr, einen "Verletzten" in die stabile Seitenlage zu bringen.

Der nächste Tag begann mit einem Frühstück ganz nach unserem Geschmack. Der warme Kakao tat uns richtig gut und machte uns wach und fit für den ganzen Tag.

Nach dem Frühstück lernten wir Herrn Jassmeier, unseren Förster, kennen. Er erklärte uns, wie wir bei unserem Aufenthalt in Urft "Gummipunkte" sammeln können.

Herr Jassmeier erzählte uns in unserer 1. Försterstunde interessante Sachen über den Wald und den Kreislauf zwischen Mensch und Wald. Dabei machte er viele Witze.

Anschließend spielte er mit uns das Baumspiel:

Timo war das Innere des Baumes,
also das Holz.

Damit er nicht umfiel,
bekam er kräftige Wurzeln.

Außerdem bekam er Äste mit Blättern. Die versorgten ihn mit Nahrung.

Philipp war eine der "Pumpen", die das Wasser durch die Wurzeln bis in die Blattspitzen pumpte.

Die Rinde
schützte den Baum vor Feinden.

Dieser Baum war gesund und kräftig. Hier hatte Herr Jassmeier, der Specht, keine Chance Nahrung zu finden.

Am Nachmittag wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt.

Die erste Gruppe ging mit Elmar,
einem richtigen Ranger, in dieses Tipi.

Drinnen war es richtig gemütlich und schön warm.

Zuerst sollten die Kinder Elmar erzählen, was sie auf dem Weg zum Tipi gehört und gesehen hatten.

Dann machte er ein Experiment mit ihnen: Er gab etwas Aroma auf kleine Holzwürfel und die Kinder sollten sagen, was sie riechen. Das war viel schwerer als sie gedacht hatten.

Anschließend kochte Elmar für die Gruppe einen Zaubertrank. Die Kinder wollten erst gar nicht glauben, dass man so etwas trinken kann.

Nachdem Elmar den ersten Schluck getrunken hatte, probierten alle: Es schmeckte richtig lecker! Das fand auch Frau Fett.

Die zweite Gruppe ging mit Mani in den Werkraum.

Nachdem Mani den Kindern alles erklärt hatte,
bastelte jeder eine kleine Holz-Maus.

Danach durften die Kinder ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Das machte besonders viel Spaß. Natürlich half Mani ihnen, wenn sie ein Problem hatten.

Um 14.00 Uhr trafen wir uns mit Herrn Jassmeier zur Exkursion. Immer wieder blieben wir stehen um etwas auszuprobieren, ein Spiel zu machen oder eine "Försterwette" zu hören. Das war alles so spannend, dass die Zeit ganz schnell verging.

Am Abend stand wieder "Erste Hilfe" auf unserem Stundenplan. Diesmal lernten wir Verbände anzulegen.

Anschließend sahen wir alle wie die Zombies aus.

Am Mittwoch, unserem 3. Tag in Urft, ging die erste Gruppe in die Werkstatt und die zweite Gruppe mit Elmar ins Tipi.

Die Exkursion am Nachmittag führte uns zu einer "Bärenhöhle". Der Weg dahin war stellenweise sehr steil und rutschig und Herr Jassmeier machte uns tüchtig Angst vor den Tieren, die angeblich in der Höhle leben sollten. Aber zusammen mit unseren Freunden lernten wir, diese Angst zu überwinden.

Der Donnerstag begann mit der Exkursion zu einer römischen Wasserleitung. Wieder brauchten wir viel Mut, weil wir durch die enge Leitung krabbeln wollten. Aber vorher erzählte Herr Jassmeier uns noch, wie die Leute in der Eifel früher ihre Toten begruben und warum die Buche die erste Zeitung war.

Auf dem Rückweg zeigte er uns die Stelle, an der Lea, die Waldmaus von einer Katze gefressen wurde.

Gegen 11 Uhr trafen wir uns zur Försterstunde. Wir lernten den Unterschied zwischen einem Wirtschaftswald und einem Nationalpark kennen.

Am Nachmittag wurden wir in Gruppen zur Wald-Rallye losgeschickt - immer dem kleinen roten Hasen nach. Wir mussten Bäume bestimmen, von einem Hochsitz aus mit dem Fernglas ausgestopfte Tiere suchen und erkennen, das Alter eines Baumstammes feststellen, …

Wir legten die "Sägemeisterprüfung" ab
und stapeln einen Raummeter Brennholz um.

Bei der letzten Übung konnten wir unser Ziel, einen ausgehöhlten Baumstamm, vor lauter Schnee kaum erkennen.

Die warme Dusche hatten wir uns
an diesem Abend wirklich verdient.

Am Abend bedankten wir uns bei Frau Walter für ihre Hilfe und zeigten ihr, wie gut wir bei unserem Erste-Hilfe-Kurs aufgepasst hatten.

Nach dem Frühstück am Freitag bedankten wir uns bei unseren Förstern und den Damen aus der Küche. Sie alle hatten mit dazu beigetragen, dass unser Aufenthalt in Urft zu so einem tollen Erlebnis werden konnte.

Zum Abschied sagte Herr Jassmeier: "Mir hat die Woche mit euch richtig Spaß gemacht. Ich fand die ganz toll - und das sage ich nicht bei jeder Klasse."

Über dieses Lob freuten wir uns riesig.

Die Koffer waren gepackt,
die Betten abgezogen, die Zimmer sauber.

Wir hockten auf dem Flur und warteten. Endlich sagte Frau Fett: "Macht euch bitte fertig. Wir gehen runter zum Bahnhof. Unser Bus kommt den Berg nicht hoch."

Wir brachten unsere Koffer raus.

Mani und die Förster luden sie
auf den Anhänger und fuhren sie runter.

Fröhlich folgten wir unserem Gepäck.

Als wir am Bahnhof ankamen, war schon alles im Bus verstaut. Wir verabschiedeten uns mit einem lachenden und einem weinenden Auge von unseren neuen Freunden.

Vor der Schule warteten unsere Eltern schon auf uns. Es tat gut, sie wieder zu sehen. Und wir hatten so viel zu erzählen.

Weitere Infos zum Jugendwaldheim Urft unter
www.wald-und-holz.nrw