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Am 27. Mai fuhren wir nach Bensberg in das Bergische Museum für Bergbau, Handwerk und Gewerbe. Da das Museum erst um 10 Uhr öffnete, nahmen wir unser Frühstück im Park des Bensberger Schlosses ein.
Anschließend machten wir uns auf den Weg zum Museum.
Uns erwartete nun eine Unterrichtsstunde wie vor 100 Jahren. Wir waren alle sehr gespannt. Im Sachunterricht hatten wir schon viel darüber gehört. Aber es ist doch viel schöner, wenn man es mal selber erleben kann. Gerade stehend und den Blick zum Lehrer gerichtet fanden wir uns im alten Klassenraum wieder. Jeder hatte seinen Platz. In der ersten Reihe saßen die Kinder aus dem 1. Schuljahr, dahinter die aus dem 2. Die dritte und vierte Reihe waren für die Dritt- und Viertklässler.
Cynthias und Jonas saßen auf einer Bank vor dem Fenster. Sie waren schon ältere Schüler, die Herrn Frings helfen mussten.
Herr Frings zeigte uns nun an einer Bildkarte zum Thema Bauernhof wie die Kinder früher richtig Sprechen gelernt haben, denn fast alle Kinder sprachen "Platt" und kein "Hochdeutsch". Er sprach einen Satz vor und alle mussten ihn nachsprechen.
Während nun die Kinder aus dem 1. Schuljahr ein Bild von einem Bauernhof malen sollten, hatten die Kinder des zweiten Schuljahres Wörter aufzuschreiben und die Kinder aus dem 3. Schuljahr sollten Sätze schreiben. Die Kinder der 4. Klasse mussten einen Aufsatz über einen Bauernhof schreiben. Herr Frings holte Edita nach vorne. Sie musste etwas vorlesen. Das war aber in der alten Schrift geschrieben. Dann durfte sie das kleine "i" in Suetterlin schreiben. Weil sie das gut gemacht hatte, bekam sie von Herrn Frings ein Fleißkärtchen. Zuerst schauten die Kinder zu, dann durften sie es selber einmal ausprobieren.
Viele schöne alte Sachen waren in der Klasse zu bewundern: eine alte Karte, ein Globus, eine Tintenkanne, mit der Tinte in die Tintenfässer gegossen wurde, die in die Holzbänke eingelassen waren. Es gab auch eine Fingerrechenmaschine mit denen die Kinder früher Plus und Minus gelernt haben.
Überall an den Wänden hingen Bilder, die Geschichten erzählen oder Kästen mit ausgestopften Tieren. An einer Landkarte zeigte Herr Frings uns Bedburg. Alle hörten bis zum Schluss gespannt zu. Viel zu schnell war diese Unterrichtstunde vorbei.
Danach schauten wir uns im Hauptgebäude des Museums an wie die Mensachen früher in den Dörfern gelebt und gearbeitet haben. Von diesem Haken an der Feuerstelle kommt unser Sprichwort "einen Zahn zulegen": Wenn das Essen nicht schnell genug gar werden wollte, hängte man den Haken einen Zahn tiefer und die Familie brauchte nicht mehr so lange zu warten.
Das Freigelände des Museums ist wie ein Dorf aufgebaut. Wir schauten uns zuerst an, wie ein Fachwerkhaus entsteht. Wir konnten auch sehen, wie früher gewaschen wurde. Welch eine Erleichterung muss es gewesen sein, als die ersten Waschmaschinengebaut wurden.
Zwischendurch mussten wir
Wir konnten uns in einer Schmiede umsehen
Und weil so ein Museumsbesuch hungrig macht, waren wir froh ein schönes Plätzchen für eine kleine Pause gefunden zu haben.
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