Zuckerrüben-Sirup


Ich erzähle euch jetzt, wie wir Zuckerrübensirup kochten:

Herr Kroll brachte uns 3 Zuckerrüben mit. Zuerst schnitt Frau Fett ein Ende ab und gab es uns. Es fühlte sich weich an, roch nach Erde und schmeckte nach Zucker.

Wir legten die erste Rübe in eine Waschschüssel und schrubbten sie kräftig mit einer sehr kratzigen Bürste.

Frau Fett schnitt die saubere Rübe in Scheiben
und Yunes schälte sie mit einem Küchenmesser.

Marius begann, die Stücke mit einem Küchenhobel in feine Schnitzel zu raspeln. Das war sehr anstrengend und dauerte ewig. Glück gehabt, die Finger sind noch ganz!

Das war das Ergebnis von 30 Minuten harter Arbeit.

Darum nahm Frau Fett die restlichen Rüben mit nach Hause und zerkleinerte sie in ihrer Küchenmaschine.

Die Rübenschnitzel kippte sie in einen Topf
voller Wasser und kochte sie 1 Stunde lang.

Danach trennte sie mit einem Sieb die Schnitzel von dem Saft. Ein Teil der Rübenschnitzel kam in ein Marmeladenglas, das Kochwasser in eine Flasche. Beide Gefäße brachte Frau Fett am nächsten Tag wieder mit zur Schule, und natürlich durften wir probieren: Die Schnitzel waren weich und nicht mehr so süß wie vorher. Das Wasser hatte den Geschmack der Rübenschnitzel angenommen. Es schmeckte süß und klebte.

Das Rübenwasser - man nennt es auch Rohsaft - gaben wir in einen kleinen Kessel und dann hieß es rühren, rühren, rühren … viele Stunden lang, in denen wir uns immer wieder abwechselten.

Endlich! Aus dem Zuckerwasser war Sirup geworden. Weil uns der aber noch zu dünn war, kochten wir weiter.

Und plötzlich ging alles ganz schnell: aus dem Sirup hatte sich eine feste, braune Masse gebildet.

Das sollen man essen können?

Katharina: Das Rübenkraut fühlt sich auf der Zunge wie Zucker an.

Elisa: Das Rübenkraut schmeckt mehlig und nach Honig.

Angelika: Das Rübenkraut schmeckt nach Medizin.

Tobias K.: Es schmeckt wie Honig und klebt auch so.