Tagebuch unserer Zucht
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Heute kam Post aus der Schweiz. Ein Raupenzüchter hatte uns Eier des Großen Nachtpfauenauges geschickt.
Die Eier sehen wie kleine Kieselsteine aus. Sie sind weiß mit grauen Flecken. Die braunen Stellen sind Reste des Klebers, mit dem das Weibchen die Eier auf der Unterlage befestigt hatte.
Zum Ausbrüten haben wir die Eier in eine kleine, rote Schale gelegt. Damit die Eier nicht austrocknen, haben wir die Schale in eine Heimchen-Dose auf ein feuchtes Küchenkrep gestellt. |
Die ersten Raupen haben ihre Eischale von innen angeknabbert und sind geschlüpft.
Die Raupen leben in einer Becherlupe. Damit sie nicht durch die Löcher im Deckel abhauen können, ist die Folie unter dem Deckel.
Die Raupen lieben Kirschblätter. |
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Einige Raupen haben die erste Häutung hinter sich gebracht. Ihre Warzen sind jetzt heller. Das Vorderteil der Raupen ist dicker als ihr Hinterteil. Der Kopf sieht so aus, als ob er aus zwei schwarzen Knollen bestehen würde. |
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Die dicken Warzen des Großen Nachtpfauenauges haben sich in den letzten Tagen verfärbt. Manche Raupen haben jetzt rote und manche orange Warzen. Ob sie sich schon wieder gehäutet haben? Wir glauben das nicht, weil keine alte Haut zu sehen ist. Es gibt zwar Raupen, die ihre Haut auffressen, aber nicht die Haut des Kopfes. Die ist zu hart. |
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Eine Raupe hat sich zum 2. Mal gehäutet. Sie hat jetzt eine grünliche Haut mit gelben Warzen. Die Warzen haben kurze Haare und einige sehr lange Haare, die am Ende eine Verdickung haben. Wir wissen nicht, wozu sie da sind. |
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Endlich können wir den Kopf des Großen Nachtpfauenauges sehen. Er ist winzig klein im Vergleich zum Körper. |
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Seit gestern liegen die beiden Raupen auf diesem Blatt ohne zu fressen. Sie scheinen sich auf die nächste Häutung vorzubereiten. |
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Die Raupe hat sich gerade zum dritten Mal gehäutet. Der Körper ist immer noch grün, aber die Warzen sind jetzt viel heller.
Die Raupe hat zuerst die Kopfhaut abgestoßen, |
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Die Warzen haben sich verfärbt. |
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Marius hat die Raupen auf seine Hand genommen. Die größere der beiden Raupen ist schon fast so lang wie sein kleiner Finger. |
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Seit Stunden liegt die Raupe fast bewegungslos in der Ecke ohne zu fressen. Sicher bereitet sie sich auf ihre nächste Häutung vor. |
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Geschafft! |
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Die Raupen sind länger und kräftiger geworden. Ihre Warzen sind jetzt blau-silbern. |
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Die Füße sehen wie Saugnäpfe aus, die winzige Füße haben. Die Haare an den Füßen erinnern an Krallen. Über den Füßen erkennt man die Atemlöcher.
Was am hinteren Teil der Raupe wie eine rot-braune Supermann-Maske aussieht, ist in Wirklichkeit ein kräftiger Greifer.
Der Kopf der Raupe ist sehr klein.
Die Warzen sehen wie See-Igel aus |
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Kannst du ausrechnen, |
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Die Raupe frisst und frisst und frisst... |
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Was ist denn jetzt passiert? Die Raupe hat ihren Darm ganz gründlich entleert.
Die Raupe läuft unruhig in ihrer Heimchendose herum |
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Die Raupe ist geschrumpft
Nach ein paar Stunden ist der Kokon schon ziemlich dicht.
Lustig: Am Rand des Gefäßes hat sie den Kokon noch nicht ganz zu gemacht. Deswegen kann man sie gut beim Spinnen beobachten. |
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Der Kokon ist fertig! In ein paar Tagen wird sich die Raupe in dem Kokon zum letzten Mal häuten. Für die Puppe beginnt dann die Winterruhe. Erst im nächsten Frühjahr wird unser Großes Nachtpfauenauge schlüpfen - hoffentlich. |
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Das erste Männchen ist geschlüpft!
Endlich zeigt sich das Männchen in seiner vollen Größe. |
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Nach 4 Männchen schlüpfte heute das 1. Weibchen.
Den Kokon haben wir einmal aufgeschnitten. |
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Am späten Abend paaren sich die Falter. |
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In der Nacht beginnt das Weibchen mit der Eiablage.
Marcel versucht, ein Weibchen auf seine Hand |